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Am Anfang wurde die Schafwolle mit Borsalz gegen Insektenfrass geschützt. Diese Art Schutz funktionierte, da der Wirkstoff, der die Eier, Larven und Insekten abtötet extrem (giftig) ist. Langzeitlich gab es trotzdem Schäden, da sich das an den Wollfasern aufgezogene Borsalz verflüchtigte.

Borsalz-Imprägnierungen sind im Dämmstoffmarkt und zur Behandlung von Hölzern in feuchter Umgebung sehr verbreitet. Sie werden bis heute auch in Schafwolldämmungen als Brandschutzmittel eingesetzt. Schafwolldämmprodukte benötigen KEINE zusätzliche Brandschutz-Ausrüstung, da sie als Brandschutz total ungeeignet sind. Schafwolldammprodukte erfüllen die Brandvorschriften für Baustoffe von Natur aus.

Wenn z.B. sauber gewaschene Schafwolle mit ausreichender Menge Wirkstoff (Borsalz-Imprägnierung) ausgerüstet wird, ist das Dämmmaterial vor Insektenfrass geschützt.
Die Wirkstoffe die in diesen Produkten enthalten sind, sind als Schutz gegen Insektenfrass in Schafwolldämmprodukten nicht zugelassen.

Es existiert kein Verbot, dass Schafwolldämmprodukte nicht mit zugelassenen Borsalz-Imprägnierungen, als Brandschutz ausgerüstet werden dürfen.

Am Anfang stand das Borsalz. Die Borsalzlösungen wurden durch Markenprodukte wie MITIN-FF ersetzt. Das zugelassene Produkt MITIN-FF wurde ab 2004 nicht weiter zertifiziert und 2005 vom Markt genommen. Restbestände waren noch länger verfügbar und durften aufgebraucht werden. Somit hatten ab 2006 Hersteller von Schafwolldämmprodukten kein Produkt mit zugelassenem Wirkstoff zur Verfügung. Deshalb wurden wieder Produkte auf Basis von Borsalz-Imprägnierungen verwendet, die in verschiedensten Produkten gegen Pilzbefall und Insekten eingesetzt werden.

Die Firma Thor entwickelte aus ihrem Flammschutzmittel Aflammit-IT das Insektenschutzmittel Thorlan-IW, das zur Zertifizierung angemeldet wurde. 2014 wurde die Produktion von Thorlan-IW gestoppt und auf Grund zu hoher Zulassungskosten vom Markt genommen.

Die Firma ISOLENA hat während ca. 10 Jahren die „Methode“ IONIC-PROTECT entwickelt. Sie ist DER Hersteller von Schafwoll-Dämmprodukten in Europa mit einem europäisch zugelassenen Wollschutz gegen Insektenfrass.

Es gab neue EOTAs für Schafwoll-Dämmprodukte wo geschrieben steht, dass diese Produkte den Test gegen Insektenfrass bestanden haben. Es ist zu vermuten, dass die verwendeten Produkte Biozide Wirkstoffe (Pyrothroide) verwendet haben.
Wird ein Schafwolldämmprodukt als nicht geschützt bezeichnet, darf dieses Produkt in der Schweiz und der EU nicht verkauft werden. Auch der Hinweis auf Mottenschutz ohne Bekanntgabe der Schutz-Methode oder Schutz-Ausrüstung untersagt den Verkauf. Wenn ein Produkt als geschützt bezeichnet wird, muss die Methode oder der Wirkstoff im verwendeten Produkt genannt und auf Einbauanleitungen, Prospekten und Beipackzetteln angegeben werden. Der Wirkstoff im verwendeten Produkt (meist Pyrothroide) MUSS als Wirkstoff gegen Insektenfrass, für pflanzliche und tierische Dämmprodukte zugelassen sein.

Endkunden in der Schweiz und EU werden von einigen Schafwolldämmprodukt Herstellern und Verkäufern mit unklaren Angaben informiert. Direkter gesagt: Sie werden für dumm verkauft.

Einige Beispiele:
-Abbildung des EMPA-Logos und Texte wie EMPA-zertifiziert.
-Dank Behandlung mit zertifiziertem Mottenschutz gegen Verrottung geschützt.
-Ausrüstung: Motten- Schädlingsschutz.
-Mottenschutz vorhanden. / -Schädlingsschutz vorhanden. / -mottenecht / -keine Angaben /
-Fugenzopf aus 100% Schweizer Schafwolle mit Mottenschutz.
-Insektenschutz: keiner (bei luftdichtem Abkleben ist eine Kontamination unwahrscheinlich.)
-mit einem wirkungsvollen Schädlingsschutz ausgerüstet.
-Schafwolle ist gegen Ungeziefer und Nagetiere effektvoll ausgerüstet.

In der Europäisch Technischen Bewertung bzw. European Technical Assessment EOTA für pflanzliche und tierische Dämmstoffe, ist ein Schutz gegen Insektenfrass vorgeschrieben.
Es existiert kein verkaufsverbot für Schafwolldämmprodukte die keine Zugelassene Schutzmethode anwenden, oder mit keinem zugelassenen Wirkstoff gegen Insektenfrass ausgerüstet sind.